EU-Recht: Ist Golf eine Individualsportart?

In den vergangenen Tagen ging in der BVGA-Geschäftsstelle häufig die Frage ein, ob der Begriff des Individualsports im europäischen bzw. deutschen Recht irgendwo verankert sei.

Der Bundesverband Golfanlagen e.V. hat diesbezüglich recherchiert und ist auf folgendes Ergebnis gestoßen:

Um die Rolle der EU und möglichen Regelungen beim Sport zu ergründen, ist eine Recherche zurück bis zum Vertrag von Lissabon von 2009 notwendig. Grundsätzlich gilt: Die EU-Kompetenz im Sport ist begrenzt und erlaubt es der EU nur, sportpolitische Maßnahmen der nationalen Regierungen zu unterstützen, zu koordinieren oder zu ergänzen. Nachzulesen ist dies in Artikel 6 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV).

In der Praxis bedeutet dies, dass die EU nur durch „weiche“ Politiken handeln kann - wie Dialog, politische Zusammenarbeit, die Entwicklung von Richtlinien und Empfehlungen - im Gegensatz zur Nutzung ihrer legislativen Befugnisse. In ähnlicher Weise erlaubt Artikel 165 AEUV, der die Ziele der EU-Sportpolitik auflistet, nur Anreizmaßnahmen und Empfehlungen und schließt ausdrücklich jegliche Harmonisierung der Gesetze und Vorschriften der EU-Länder aus. Entsprechend ist keine Regelung zum Individualsport im EU-Recht zu finden!

Eine klare rechtliche Abgrenzung zwischen Individual- und Mannschaftssport ist auch im deutschen Recht nicht zu finden.

Hinweis: 
Die in diesem Newsletter gegebenen Hinweise enthalten eine allgemeine Beurteilung der betreffenden Rechtslage. Sie kann eine Rechtsberatung im Einzelfall nicht ersetzen. Eine Gewähr kann deshalb nicht übernommen werden.
 

Kontakt

Bundesverband Golfanlagen e.V.
Georg-Wimmer-Ring 14
85604 Zorneding bei München
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Fax: 08106 99 54 49 99
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